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Archiv der Kategorie: seriesly

The Daily Show, 01.04.2013

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Eine der wohl besten Ausgaben der Daily Show der letzten Zeit. Die Show gibt’s seit über 15 Jahren, aber erst seitdem Jon Stewart sie übernommen hat (1999) ist sie wirklich zu dem geworden was sie heute ist: eine satirische Newssendung, die die Welt-, aber vor allem, US-Politik sowie andere Tropen der USA auseinandernimmt..und gleichzeitig bei vielen (u.a. mir) als Newsquelle dient (auch wenn es von den Machern nicht so beabsichtigt ist).

Hier noch ein Video bzw. Videopodcast über die Daily Show (und den Colbert Report).

Infos zur neuen Staffel „American Horror Story“

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Es wird sich um Hexen drehen. Der Name der Staffel lautet nämlich American Horror Story: Coven („coven“ = Art v. Hexenversammlung). Hoffentlich kommen Liebesaffären zwischen Naziärzten und vom Teufel bessessenen Nonnen nicht zu kurz!

90s Style TV Intros

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Best of TV 2012 (AV Club)

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Eigentlich wollte ich mit meiner eigenen Liste schneller fertig sein als der AV Club, aber egal. Mit vielen Serien bin ich tatsächlich so einverstanden (Boardwalk Empire, Breaking Bad, Mad Men, Walking Dead, Homeland, Louie). Mir war klar, dass sie „American Horror Story“ nicht anführen werden, da sie tatsächlich nach objektivem Kritikermaßstab (z.B. Man Men) „schlecht“ ist. Allerdings fehlen mir so Sachen wie „Sherlock“ (Genialität der 1. Staffel fortgesetzt) und „It’s Always Sunny in Philadelphia“ (zurück gefunden zu alter Stärke). Die Liste vom AV Club gibts nachm Click aufs Bild oben.

Persönliche Top-Ten (mit Reihenfolge!)

1) Mad Men

2) Breaking Bad

3) Boardwalk Empire

4) Sherlock

5) Louie

6) The Walking Dead

7) Homeland

8) It’s Always Sunny in Philadelphia

9) Bob’s Burgers

10) American Horror Story

PS: Hab Game of Thrones und Justified noch nicht angefangen, werde es aber sobald Zeit und Lust da ist nachholen.

Die besten Serien 2012 – Louie

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Mit keiner anderen aktuellen Serie musste ich zeitweise so kämpfen wie mit „Louie“. Die Emotionen gingen von tsunami-artiger Begeisterung bis herber Enttäuschung (Mitte der 2. Staffel). Ich musste gar am Ende der 2. Staffel, nach der wohl schlechtesten „Louie“-Episode überhaupt („Duckling“), eine Pause einlegen und kehrte erst anfangs der aktuellen 3. Staffel zurück. Ich kehrte zurück nicht weil ich jede Menge Freizeit hatte (Masterarbeit schreibt sich nicht von selbst..), sondern weil ich wusste, dass diese einmalige Show eine 2. oder 3. oder 4. Chance verdient hatte. Weil ich wusste, dass die Welt, die Louis C.K. größtenteils im Alleingang (Erfinder, Drehbuchautor, Regisseur, Hauptdarsteller) erschaffen hatte, noch viele Dinge für mich bereit hielt, die nur darauf warteten entdeckt zu werden. Ich sollte mich nicht täuschen.

Was die Serie schon immer ausgezeichnet hat ist die surreale Darstellung realer Emotionen und Lebensaufgaben. Sei es die Erziehung von Kindern, der Dialog mit der Familie oder das Finden eines Lebenspartners, in „Louie“ werden solche Themen teilweise abstrakt komisch, aber immer unverkrampft und ehrlich aufgegriffen. In Form von meist unzusammenhängenden, kurzfilmartigen Episoden taucht man in den Mikrokosmos eines alleinerziehenden Vaters zweier Töchter ein. Der Hauptcharakter ist dabei eine Spiegelung des Zuschauers, da Louie oft genauso verblüfft ist über die Geschehnisse um ihn herum wie der stille Beobachter außerhalb. Manchmal wird Louie aber auch Teil der ihn umgebenen Surrealität und lässt uns im Stich. Das ist jedoch in diesem Fall keine Kritik. Traumartige Sequenzen in denen sich Louie beispielsweise vor Angst seinem Vater zu dem er jahrelang keinen Kontakt hatte zu begegnen zuerst auf einem Quadbike und dann auf einem Motorboot flüchtet („Dad“) fügen der Handlung eine neue Ebene hinzu, in die man sich als Hobby-Analytiker festbeißen kann.

Wie man an dieser Sequenz sieht nimmt sich die Serie jegliche Freiheiten die sie braucht um die emotionale Welt des Hauptcharakters möglichst lebendig darzustellen. Dabei bleibt Kontinuität zumeist auf der Strecke. Die Episoden bauen selten aufeinander auf. Was in der einen als wahr dargestellt wurde, muss nicht unbedingt für nachfolgende gültig sein. Louis C.K. hat selbst in mehreren Interviews klargestellt, dass ihm solche Dinge nicht wichtig sind und er gerne dem Zuschauer den Mittelfinger zeige. So werden Figuren eingeführt und wieder verworfen oder die gleichen Schauspieler spielen unterschiedliche Rollen (zugegebenermaßen recht selten). Nicht zuletzt werden auch vermeintliche Zuschauerlieblinge einfach aus der Show „rausgeschrieben“. Wer sich an so etwas wirklich stört, versteht, meiner Meinung nach, den eigentlichen Kern der Serie nicht.

„Louie“ ist ein Kaleidoskop, das eine Unmenge an interessanten Facetten aufbietet. Egal wie oft man hindurchschaut, egal wie oft man den einem doch eigentlich vertrauten Kristallen begegnet, durch das ständige Verschieben und Neujustieren entstehen neue Perspektiven und Eindrücke. Ein bestimmtes Thema oder ein Problem, welches einem schon unlängst in anderen Serien oder Medien begegnet ist, erhält durch eine ständig-stattfindende Frischzellenkur innerhalb der Serie einen neuen Twist verliehen. „Louie“ bleibt deshalb auch nach drei Staffeln interessant, lustig, merkwürdig und traurig.

Highlights der abgelaufenen 3. Staffel: „Daddy’s Girlfriend Part 2“, „Dad“, „Late Show Part 3“

„Peep Show“ Special

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Weitere Serienempfehlung: „Peep Show“. Serie aus England mit David Mitchell und Robert Webb. Läuft schon seit 9 Jahren, hat aber erst knapp 50 Folgen a ~25 min. Grad läuft auch 9. Staffel. Sehr, sehr lustig. Gimmicks: Man sieht das Geschehen aus der Ich-Perspektive (POV) und erfährt zudem die Gedanken der Protagonisten via inneren Monolog. Brilliantes Writing, viele hassen- und gleichzeitig liebenswerte Chars. Vllt schreib ich in Zukunft mehr drüber. Erstmal als Einstimmung eine kleine Doku über die Show.

Die besten Serien 2012 – American Horror Story

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Wenn man nach „guilty pleasure“ googeln würde, würde man die Definition von „guilty pleasure“ finden. Was man (noch) nicht dabei findet, ist der Begriff „American Horror Story“. Die Serie, von der ich bis vor mehreren Wochen überhaupt noch nichts gehört habe, hat mich, besonders in der 2012 angelaufenen 2. Staffel, direkt ins Mark getroffen. Deshalb, weil ich bis dahin noch nie etwas Ähnliches gesehen habe. Deshalb, weil ich extremst selten so viel Spaß hatte eine Serie zu schauen. Deshalb, weil Geister Weihnachten feiern und Serienmörder an Brüsten nuckeln wollen. „American Horror Story“ bietet weder gute schauspielerische Leistungen (Palette geht von unterirdisch bis „wieso-bin-ich-eigentlich-hier“) noch spannende Charaktere („flach wie ein Nichtschwimmerbecken“). Eine zusammenhängende Story ist nicht vorhanden. Den Einsatz von Musik kann man bestenfalls als „gut gemeint“ bezeichnen. Keine guten Vorzeichen für eine DER Serien dieses Jahres. Wie zum Teufel kann sich so eine Serie retten? Die Antwort ist: gar nicht.

Die Serie ist schlecht, in der klassischen, durch HBO und AMC beeinflussten und definierten Fernsehlandschaft 2012. Es ist absolut unmöglich sie nach normalen Kriterien zu beurteilen. Frech entzieht sie sich jeglicher negativer Kritik indem sie alles, aber auch wirklich alles, falsch macht was man heutzutage falsch machen kann. In einer Fernsehlandschaft in der es um Charakterentwicklung, dramatische Dialoge und eine aus allen Poren atmende, organische Story geht, nimmt die Serie bzw. der Serienschöpfer Ryan Murphy (Glee, Nip/Tuck) einen riesigen Dildo und schlägt allen Serienschöpfern und Kritikern damit ins Gesicht. Während andere versuchen Kohärenz und Konsistenz aufzubauen, schmeißt „American Horror Story“ alles in den Topf, ohne auf irgendwelche Rezepte zu achten. Um bei der kulinarischen Analogie zu bleiben: das Gericht, dass am Ende herauskommt wird vielen den Magen verderben. Es ist ein perverser, teilweise menschenverachtender, Eintopf aus Horror, Thriller, Liebesgeschichte und Science-Fiction. Die jeweiligen Genre-Versatzstücke sind sehr grob geschnitten, und umgerührt wurde auch nicht richtig. Trotzdem muss ich (leider?) zugeben, dass mir diese Serie unglaublich gut schmeckt. Gerade WENN man von Serien wie Boardwalk Empire und Breaking Bad verwöhnt wurde. „American Horror Story“ bricht mit vielen in den letzten 10-12 Jahren story- und charaktertechnischen Traditionen, von den dramaturgischen ganz zu schweigen. Das Erlebnis fühlt sich frisch an. Trashig, aber nie gewollt trashig. Man nimmt sich ernst, aber nie zu ernst.

Es gibt zudem einige objektive „redeeming“ Eigenschaften. Der Aufbau der Serie ist einzigartig (soweit ich weiß). „American Horror Story“ ist eine Anthology-Serie, d.h. jede Staffel ist in sich abgeschlossen. Die erste Staffel spielte in einem Geisterhaus in „unserer“ Zeit, die zweite in einer Anstalt für gefährliche Geisteskranke im Jahr 1964. Zudem tauchen Schauspieler in der 2. Staffel auf, die auch in der 1. da waren, aber als andere Charaktere. Die Regiearbeit, besonders in der 2. Staffel, ist auch zu loben. Auch wenn sie nicht durchweg qualitativ hochwertig ist, bleibt sie immer über dem Durchschnitt, mit vielen Spitzen nach oben. Letztlich muss der Humor herausgestellt werden. Ich habe noch nie bei einer Drama-Serie öfters gelacht als bei „American Horror Story“. Viele dieser Lacher sind unfreiwillig komisch, z.B. wenn bei bestimmten Archetypen in die Klischeekiste gegriffen wird (Serienmörder mit _extremsten_ Mutterkomplexen). Bei anderen Szenen ist es schwer zu sagen, ob sie von den Writern gewollt humoristisch dargestellt werden sollten oder nicht (ein Nazi-Kriegsverbrecher wird neckisch getätschelt). Dann gibt es natürlich auch noch die aberwitzigen Wortgefechte zwischen den Charakteren, die zwar jegliche Dramatik in dem Augenblick zerstören, jedoch einfach viel zu unterhaltsam sind, als dass man sich wirklich daran stört.

Man muss eine gewisse Trash-Resistenz mitbringen um „American Horror Story“ gut zu finden. Man muss vieles vergessen oder zumindest zeitweise verdrängen um die Serie wirklich genießen zu können. Wer mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an dieses Werk tritt hat schon verloren. Das Gehirn abschalten darf man aber keinesfalls, denn so würde einem viele Szenen und Dialoge schlichtweg verloren gehen, und damit auch eine Serie, die es definitiv wert ist geschaut, verfolgt, geliebt und gehasst zu werden. Die 2. Staffel befindet sich momentan im Hiatus und geht im Januar mit den letzten vier Folgen zu Ende. Es bleibt also genügend Zeit bis dahin die erste, schlechtere, und zweite, bessere, Staffel aufzuholen. Auf, auf, ihr kleinen Nazi-Kriegsverbrecher!